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Jahresabschluss 2025 trägt zur Stabilisierung der städtischen Finanzen bei

Bensheim | 6. Mai 2026 Die Stadt Bensheim ist bei der Stabilisierung ihrer Finanzen einen weiteren wichtigen Schritt vorangekommen. Der vorläufige Jahresabschluss 2025 zeigt, dass sich die konsequent verfolgte Haushaltskonsolidierung auszahlt und deutlich bessere Ergebnisse erzielt wurden als ursprünglich erwartet. Zudem konnte das Zahlenwerk so früh wie noch nie aufgestellt werden – und das trotz einiger Personalvakanzen im Team Finanzen.

Der Haushaltsplan 2025 ging im ordentlichen Ergebnis noch von einem Defizit in Höhe von rund 25,5 Millionen Euro aus. Zusammen mit einem geplanten außerordentlichen Überschuss von etwa 3,9 Millionen Euro ergab sich ein prognostiziertes Jahresergebnis von rund minus 21,6 Millionen Euro.

Das tatsächliche Zahlenwerk fällt allerdings deutlich besser aus als ursprünglich erwartet. Maßgeblich dazu beigetragen haben vor allem um 8,9 Millionen Euro höhere Steuereinnahmen. Darin enthalten ist ein Plus von 8,5 Millionen Euro bei den Gewerbesteuererträgen, die sich somit auf 28 Millionen Euro belaufen. Einerseits eine erfreuliche Entwicklung, andererseits kein Grund zur Entspannung, wie ein Vergleich mit den Vorjahren zeigt: So nahm Bensheim 2022 auf diesem Weg noch 61,6 Millionen Euro ein, vor drei Jahren waren es 57,4 Millionen Euro. Summen, die belegen, vor welchen Herausforderungen die Verwaltung bei der Haushaltskonsolidierung stand und immer noch steht.

Den höheren Erträgen stehen geringere Aufwendungen gegenüber: Die Personalaufwendungen konnten 2025 um 1,2 Millionen Euro gesenkt werden, was einem Rückgang von 7,2 Prozent entspricht. Hintergrund sind unter anderem Stellen, die aufgrund des Fachkräftemangels bislang nicht besetzt wurden.

Auch bei den Sach- und Dienstleistungen wurden Einsparungen von 4,4 Millionen Euro erzielt, das entspricht einer Reduzierung um 13,2 Prozent. Dort war es zuvor bereits durch einen Antrag aus den Reihen der Kommunalpolitik bei den Haushaltsberatungen zu pauschalen Kürzungen in Höhe von 3,5 Prozent gekommen.

Darüber hinaus fiel die notwendige Verlustabdeckung bei den Eigenbetrieben Stadtkultur und Kinderbetreuung um 1,8 Millionen Euro beziehungsweise 6,7 Prozent geringer aus. Diese Entwicklungen haben das Jahresergebnis insgesamt spürbar verbessert.

Das ordentliche Ergebnis schließt im Jahresabschluss daher mit einem Minus von 10,2 Millionen Euro ab. Gleichzeitig konnte das außerordentliche Ergebnis auf einen Überschuss von etwa 5,2 Millionen Euro gesteigert werden. Insgesamt ergibt sich damit für das Haushaltsjahr 2025 ein Jahresergebnis mit einem Fehlbedarf von knapp unter fünf Millionen Euro. Die Verbesserung gegenüber der Haushaltsplanung beläuft sich unter dem Strich auf insgesamt etwa 16,6 Millionen Euro.

Finanzdezernent Frank Daum betont: „Dieses Ergebnis zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die konsequente Haushaltskonsolidierung trägt Früchte. Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die diesen Kurs engagiert mitgehen und aktiv mitgestalten.“

Bürgermeisterin Christine Klein, die 2025 bis zum Amtsantritt von Erstem Stadtrat Frank Daum Mitte Oktober als Finanzdezernentin in der Verantwortung war, dankt ebenfalls den Mitarbeitenden im Rathaus für ihr Engagement. Sie verweist auf die bereits früh eingeleiteten Maßnahmen: „Diese positiven Entwicklung basiert auf den intensiven Vorarbeiten der Verwaltung im Vorfeld der Haushaltsaufstellung 2025. Bereits zur Einbringung des Etats im Sommer konnten rund zwölf Millionen Euro abgeplant werden – das war das Ergebnis harter Arbeit und schwieriger Abwägungen. Es freut mich sehr, dass sich diese Anstrengungen nun auch im Jahresabschluss deutlich spiegeln.“

Mit dem verbesserten Jahresergebnis setzt die Stadt Bensheim ihren eingeschlagenen Konsolidierungskurs konsequent fort und schafft eine solide Grundlage für die kommenden Haushaltsjahre. Frank Daum rechnet mit einer Genehmigung des Etats 2026 für die zweite Maihälfte. In Gesprächen mit der Kommunalaufsicht des Kreises sowie dem Regierungspräsidium wurde das Einvernehmen bereits in Aussicht gestellt.

Der Fehlbetrag von knapp fünf Millionen Euro aus 2025 kann über Rücklagen ausgeglichen werden. „Wir gehen somit unbelastet in dieses Jahr, was uns wiederum Spielräume für die Aufstellung des Haushaltsplans 2027 ermöglicht“, blickt der Finanzdezernent vorsichtig optimistisch in die nähere Zukunft – wohlwissend, das globale Krisen und Kriege wie im Iran auch zeitversetzt lokale Auswirkungen haben können.

Ziel bleibt es dennoch, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt dauerhaft zu sichern und gleichzeitig wichtige Zukunftsinvestitionen zu ermöglichen. Trotz der erkennbaren Fortschritte gestalte sich die Haushaltslage angesichts unsicherer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen herausfordernd, so der Erste Stadtrat. Umso wichtiger sei es, die begonnenen Maßnahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln und flexibel auf neue Entwicklungen zu reagieren.

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