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Technischer Defekt ausgeschlossen: Wie es nach dem Wasserschaden im Bürgerhaus nun weitergeht

Bensheim | 26. August 2026 Das Bürgerhaus wird für längere Zeit geschlossen bleiben: Nach aktuellem Stand ist davon auszugehen, dass die Sanierung nach dem massiven Wasserschaden mindestens ein Jahr dauern wird. Gleichzeitig geht die Aufarbeitung in die nächste Phase. Die Marketing- und Entwicklungsgesellschaft Bensheim (MEGB) als Eigentümerin hatte den Schaden der Versicherung gemeldet. Von dieser wurde inzwischen ein Generalunternehmen beauftragt, die erforderlichen Arbeiten vorzubereiten und die verschiedenen Gewerke zu koordinieren. Dies dürfte etwa eineinhalb bis zwei Monate in Anspruch nehmen.

„Das sind natürlich schlechte Nachrichten. Mit dem Bürgerhaus fällt für längere Zeit eine zentrale Veranstaltungsstätte mitten in unserer Innenstadt weg. Gerade für Vereine, Veranstalter und die Stadtgesellschaft ist das eine schwierige Situation. Jetzt kommt es darauf an, die notwendigen Schritte sorgfältig zu planen und zugleich zügig in die Sanierung zu kommen“, betont Bürgermeisterin Christine Klein.

Betroffen sind wie bereits berichtet sowohl das Erd- als auch das Untergeschoss des Bürgerhauses. Nach den bisherigen Untersuchungen müssen unter anderem Bodenaufbauten und Trockenbauwände sowie Teile der Küchen- und Sanitärbereiche zurückgebaut und anschließend wiederhergestellt werden. Eine belastbare Aussage zur endgültigen Schadenshöhe ist derzeit weiterhin nicht möglich. Was aber feststeht: Es handelt sich um einen Versicherungsfall.

Der Wasserschaden steht im Zusammenhang mit einer Verstopfung im Bereich des Fettabscheiders und des zugehörigen Rohrstrangs innerhalb des Gebäudes. Dadurch kam es zu einem Rückstau und in der Folge zu einem erheblichen Wasseraustritt im Bürgerhaus. Durch einen Bausachverständigen werden die weiteren Gegebenheiten aktuell noch untersucht.

Bürgermeisterin Klein stellte am Donnerstag klar, dass es sich dabei nicht, wie in einem Zeitungsbericht beschrieben, um einen technischen Defekt des Fettabscheiders oder um ein Versagen eines technischen Systems handelt. Vielmehr war schlicht und ergreifend der Rohrstrang im Bereich des Fettabscheiders verstopft. Hinzu kam: Der Schaden trat an einem Wochenende auf und blieb somit zunächst unbemerkt.

Das im Bürgerhaus vorhandene automatische Spülsystem sorgte in dieser Zeit weiterhin in den vorgesehenen Abständen für einen Wasseraustausch. Das System dient der Trinkwasserhygiene und dem Schutz vor einer möglichen Vermehrung von Legionellen. Das zugeführte Wasser konnte aufgrund der Verstopfung jedoch nicht ordnungsgemäß abfließen, so dass sich über das Wochenende Wasser im Gebäude ausbreiten konnte. Die Ursache des Wasseraustritts lag damit, auch das verdeutlichte die Bürgermeisterin, in der Verstopfung des Rohrstrangs und nicht im Spülsystem selbst.

Für die Stadt steht neben der technischen und organisatorischen Aufarbeitung auch die Frage im Mittelpunkt, wie mit den Auswirkungen auf das Veranstaltungsangebot umgegangen werden kann. Das Bürgerhaus wird während der Sanierungsarbeiten als Veranstaltungsstätte nicht zur Verfügung stehen. Betroffen davon sind nicht nur Zusammenkünfte der Stadtverordnetenversammlung, sondern ebenso weitere Großveranstaltungen wie der Neujahrsempfang, die Sitzungen der Bensheimer Fastnachtsvereine oder die Gertrud-Eysoldt-Gala – um nur einige prominente Bensheimer Beispiele zu nennen.

Abgesagt wurde außerdem die Gebietsweinprobe am 11. September 2026 im Rahmen des Bergsträßer Winzerfests. Wer für die Verkostung bereits Karten gekauft hat, kann diese in der Tourist-Information (Hauptstraße 53) zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet.

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