Bensheim | 3. November 2026 Eine Brötchentüte mit einer wichtigen Botschaft: Unter dem Motto „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte! Nein zu Gewalt an Mädchen und Frauen“ macht die Stadt Bensheim gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam. Am Samstag, 7. November 2026, wird auch Bürgermeisterin Christine Klein wieder selbst mit anpacken und gemeinsam mit Marion Vatter vom Frauenbüro sowie Vertreterinnen des Frauenhauses Bergstraße Brötchen in den Aktionstüten verteilen.
Die erste Station der Aktion ist von 9 bis 10 Uhr die Bäckerei Görtz in Auerbach. Anschließend werden von 10.30 bis 11.30 Uhr in der Weststadt-Bäckerei Jakob Brötchen in den bedruckten Tüten ausgegeben. Die Aktion bringt eine klare Botschaft direkt in den Alltag der Menschen: Gewalt ist keine Privatsache, sondern geht uns alle an.
Die Brötchentüten enthalten neben der Botschaft auch Kontaktdaten wichtiger Hilfsorganisationen und Beratungsstellen in verschiedenen Sprachen. Sie sollen nicht nur sensibilisieren, sondern insbesondere Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind, konkrete Wege zu Unterstützung und Beratung aufzeigen.
Die Initiative „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte!“ wurde vom Arbeitskreis gegen häusliche Gewalt im Kreis Bergstraße, dem Verein Frauenhaus Bergstraße sowie den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Bergstraße ins Leben gerufen.
Seit vielen Jahren macht sie mit einer niedrigschwelligen Aktion auf unterschiedliche Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam. Auch Schulen beteiligen sich: In Bensheim sind dies 2026 das Goethe-Gymnasium, die Karl-Kübel-Schule, die Heinrich-Metzendorf-Schule, die Schillerschule und die Geschwister-Scholl-Schule. Die Tüten für die Schulen werden von Tyco Electronics gespendet.
Die Brötchentütenaktion ist Teil der Aktivitäten rund um den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November. Unter dem Namen „Orange the World“ macht eine weltweite Kampagne der Vereinten Nationen seit 1991 auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam. Die Farbe Orange steht dabei für eine Zukunft ohne Gewalt. In diesem Jahr richtet UN Women Deutschland den Blick besonders auf die Verantwortung von Männern und Jungen. Denn Gewaltprävention beginnt im Alltag: Grenzen respektieren, Übergriffe klar benennen,
Betroffene unterstützen und sexistische Verhaltensweisen nicht hinnehmen.
Wer selbst betroffen ist oder sich Sorgen um Mitmenschen in seinem Umfeld macht, kann sich jederzeit an das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ wenden. Unter der Nummer 116 016 erhalten Betroffene kostenlos, anonym und vertraulich Beratung – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr und in verschiedenen Sprachen.
Weitere Informationen und Online-Beratungsangebote gibt es auf der Seite zum Hilfetelefon.

