Bensheim | 23. Oktober 2026 Eine Tasse Kaffee am Morgen, eine Banane als Snack zwischendurch oder die Schokolade zum Verwöhnen am Nachmittag: Viele Produkte unseres Alltags werden unter Bedingungen hergestellt, die für die Menschen vor Ort mit großen Herausforderungen verbunden sind. Wie können Handel und Konsum dazu beitragen, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Bensheim seit vielen Jahren und darf sich erneut Fairtrade-Stadt nennen.
Die wiederholte Auszeichnung ist Anlass zum Feiern: Für Mittwoch, 28. Oktober 2026, lädt die Fairtrade-Stadt Bensheim unter dem Motto „Gemeinsam für faire Chancen weltweit“ in die Mensa des Goethe-Gymnasiums, Auerbacher Weg 24, ein. Ab 17.30 Uhr sind alle Interessierten willkommen. Die offizielle Veranstaltung beginnt um 18 Uhr mit der Begrüßung durch Bürgermeisterin Christine Klein.
Auf dem Programm stehen der Einführungsfilm „Was ist Fairtrade?“, eine interaktive Publikumsabfrage per Mentimeter und die Vorstellung des Goethe-Gymnasiums als Fairtrade-Schule. Den festlichen Höhepunkt bildet die Übergabe der Urkunde zur Titelerneuerung durch Manfred Holz, Fairtrade-Ehrenbotschafter. Er engagiert sich seit vielen Jahren für den fairen Handel und war unter anderem Gründungsmitglied des Vereins TransFair.
Im Anschluss gibt ein Film über die Bananenplantage Coobana Einblicke in die Praxis des fairen Handels. Beim anschließenden Get-together besteht Gelegenheit zum Austausch. Die Veranstaltung endet gegen 20 Uhr.
Bensheim trägt den Titel Fairtrade-Stadt seit 2011. Mit der erneuten Auszeichnung wird bestätigt, dass die Stadt weiterhin die fünf Kriterien der internationalen Fairtrade-Towns-Kampagne erfüllt und den Titel für weitere zwei Jahre führen darf. Das Engagement wird von einem breiten Netzwerk getragen, zu dem unter anderem der Weltladen St. Georg, Kirchengemeinden, Schulen, das Repaircafé Bergstraße und die Stadtverwaltung gehören.
Fairer Handel schafft Perspektiven
Fairtrade setzt sich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie Beschäftigten entlang globaler Lieferketten ein. Faire Preise, verlässliche Handelsbeziehungen und soziale Rechte sollen ihre wirtschaftlichen Perspektiven stärken. Als Fairtrade-Stadt möchte Bensheim das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum fördern und zeigen, dass globale Verantwortung auch vor Ort beginnt. Die erneute Auszeichnung würdigt das Engagement vieler Beteiligter und ist zugleich Ansporn, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.


