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Bundesweiter Warntag: Am 10. September auch in Bensheim Sirenenalarm

Bensheim | 1. September 2026 Am Donnerstag, 10. September, findet der nächste bundesweite Warntag statt. Auch in Bensheim steht dabei die Warnung der Bevölkerung im Mittelpunkt. Ab 11 Uhr werden verschiedene Warnmittel erprobt, gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung. Ziel des Aktionstages ist es, die technischen Warnsysteme auf ihre Funktionsfähigkeit zu testen und zugleich die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnmöglichkeiten und Warnsignalen vertraut zu machen.

„Warnung funktioniert nur dann zuverlässig, wenn die technischen Systeme funktionieren und die Menschen wissen, was die Signale bedeuten“, so der Bensheimer Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn. „Der Warntag ist deshalb weit mehr als ein Probealarm: Er hilft dabei, Warnabläufe einzuüben und das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie man sich im Ernstfall richtig verhält.“

Auch in Bensheim sind Sirenen ein wichtiger Bestandteil des Warnsystems. Ergänzt werden sie durch digitale Warnmöglichkeiten wie Warn-Apps und durch die Warnung über das Radio. Der bundesweite Warntag bietet damit eine gute Gelegenheit, sich mit den verschiedenen Warnwegen vertraut zu machen.

Die Stadt arbeitet zudem kontinuierlich daran, ihre Sireneninfrastruktur zu modernisieren. Grundlage dafür ist ein von der Feuerwehr erarbeitetes und von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedetes Sirenen-Konzept. Die vorhandenen alten Motorsirenen werden dabei sukzessive durch moderne elektronische Sirenen ersetzt. Ende 2025 wurden bereits zehn Anlagen ausgetauscht beziehungsweise neu errichtet.

Die neue Technik bietet mehrere Vorteile: Die elektronischen Sirenen verfügen über eine größere Reichweite und können dank einer Akkuversorgung auch bei einem Stromausfall noch für eine gewisse Zeit betrieben werden. Außerdem können mit ihnen die bundesweit gültigen Warnsignale ausgegeben werden. Parallel werden die Sirenensteuergeräte auf den Digitalfunkstandard TETRA umgerüstet. Dies ist erforderlich, weil die analogen Frequenzen in Hessen künftig abgeschaltet werden.

Wichtig: Auch während der laufenden Umrüstung ist die Warnung der Bevölkerung sichergestellt. Die meisten bestehenden analogen Sirenen sind weiterhin betriebsbereit und können im Ernstfall ausgelöst werden. Deshalb kann es in der Übergangsphase vorkommen, dass bei einem Warntag unterschiedliche Sirenensignale zu hören sind: Bereits umgerüstete digitale Sirenen geben die Tonfolge für die „Warnung der Bevölkerung“ aus, während analoge Sirenen noch die bisher bekannte Tonfolge zur „Alarmierung der Feuerwehr“ verwenden.

Sirenensignale kennen und richtig einordnen

Sirenensignale haben unterschiedliche Bedeutungen. Wer die Tonfolgen kennt, kann im Ernstfall schneller und angemessen reagieren.

Warnung der Bevölkerung: Ein auf- und abschwellender Heulton weist auf eine mögliche Gefahr hin, beispielsweise bei einem Großbrand, einem Unwetter oder einem Gefahrstoffunfall. In diesem Fall sollten Bürgerinnen und Bürger weitere Informationen über Radio, Fernsehen oder offizielle Warn-Apps einholen und die dort gegebenen Hinweise beachten.

Entwarnung: Ein gleichbleibender Heulton signalisiert, dass die Gefahr vorüber ist und keine weitere Warnung mehr besteht.

Feueralarm: Dieses Signal dient vor allem der Alarmierung der Feuerwehr und hat für die Bevölkerung in der Regel keine unmittelbare Bedeutung.

Die Sirenensignale werden regelmäßig getestet – unter anderem im Rahmen von Probealarmen und Warntagen. Wer am 10. September Sirenen hört, muss sich deshalb keine Sorgen machen: Es handelt sich um eine bundesweite Probewarnung und nicht um einen tatsächlichen Notfall – und steht auch nicht im Zusammenhang mit dem Winzerfest.

Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der städtischen Website unter www.bensheim.de/gut-vorbereitet 

Hintergrund:

Warum der Warntag wichtig ist

Im Ernstfall kommt es auf jede Minute an. Ob Unwetter, Großbrand, Hochwasser, Gefahrstoffaustritt oder eine andere Gefahrenlage: Die Bevölkerung muss möglichst schnell erreicht werden und wissen, was zu tun ist. Genau hier setzt der bundesweite Warntag an. Neben der technischen Überprüfung der Warninfrastruktur geht es darum, dass Warnungen und ihre Abläufe im Alltag bekannt werden.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) weist zugleich darauf hin, dass eine Warnung über unterschiedliche Kanäle erfolgen kann. Nicht jede Kommune nutzt am Warntag alle vorhandenen Warnmittel. Welche Warnkanäle vor Ort tatsächlich erprobt werden, hängt von der jeweiligen Verfügbarkeit und den örtlichen Gegebenheiten ab.

Der Warntag soll deshalb auch dazu anregen, sich ganz grundsätzlich mit dem Thema Warnung und persönlicher Vorsorge auseinanderzusetzen. Informationen über Warn-Apps, Cell Broadcast, Sirenen und weitere Warnwege stellt das BBK auf der Website www.bbk.bund.de zur Verfügung.

Der Bundesweite Warntag ist ein gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen. Er macht sichtbar, wie eine Warnung im Ernstfall von der Auslösung bis zum Empfang bei den Bürgerinnen und Bürgern funktioniert. Zum Einsatz kommen dabei je nach Verfügbarkeit unterschiedliche Warnkanäle – unter anderem Radio und Fernsehen, Warn-Apps, Smartphones und Cell Broadcast sowie kommunale Warnmittel wie Lautsprecherwagen oder Sirenen. Durch den Test können mögliche technische oder organisatorische Schwachstellen erkannt und anschließend behoben werden.

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