Bensheim | 7. April 2026 Seit dem 6. April 2026 kommt es auch im Raum Bensheim im Rahmen eines geowissenschaftlichen Forschungsprojekts zeitweise zu Flugbetrieb in den Nachtstunden. Anlass ist der Start des Forschungsprojekts GeoProH, das wichtige Erkenntnisse für die zukünftige nachhaltige Energieversorgung in der Region liefern soll.
Im Rahmen von GeoProH wird der Untergrund des Oberrheingrabens untersucht, um ein genaueres Verständnis der geologischen Strukturen zu gewinnen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Erforschung natürlicher Störungszonen. Die gewonnenen Daten dienen als Grundlage für die Planung künftiger Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie zur klimaneutralen Gewinnung von Lithium. Das Projekt wird von einem Partnerverbund getragen, dem unter anderem die Stadt Frankfurt sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) angehören.
Die Untersuchungen erfolgen mithilfe eines speziell ausgerüsteten zweimotorigen Messflugzeugs des Typs DC-3, das den Untersuchungsraum in einem engmaschigen Raster in einer Höhe von 300 bis 1000 Metern überfliegt. Das Messgebiet erstreckt sich von Bad Nauheim im Norden bis Lampertheim im Süden und umfasst damit auch das Stadtgebiet von Bensheim. Dank einer Sondergenehmigung darf das Flugzeug tiefer fliegen als gewöhnlich. Aufgrund des regulären Flugbetriebs am Frankfurter Flughafen finden die Messflüge überwiegend zwischen 23 und 5 Uhr statt. Bis Ende Mai soll die Datenaufnahme abgeschlossen sein.
Während der Überflüge werden ausschließlich passive Messungen des Erdschwerefelds und des Magnetfelds durchgeführt. Es kommen keine aktiven Messverfahren zum Einsatz; die Untersuchungen sind vollständig ungefährlich und haben keinerlei Auswirkungen auf Menschen, Tiere oder Umwelt.
Die Stadt Bensheim informiert vorsorglich darüber, dass es nach Angaben der Verantwortlichen des Forschungsprojekts insbesondere in den Nachtstunden vereinzelt zu einem leisen Fluggeräusch kommen kann. Die Bevölkerung wird um Verständnis gebeten, falls das historische Flugzeug gelegentlich wahrnehmbar ist.
Aktuelle Informationen zum Projekt sowie weiterführende Hintergründe sind auf der Projektseite von Vulcan Energy unter sowie auf der Webseite der Landesenergieagentur (LEA) unter abrufbar.




