Bensheim | 9. Oktober 2026 35 Jahre, unzählige Geschichten und eine Ausstellungstradition, die bis heute lebendig ist: Seit 1991 lädt der Hochstädter Arbeitskreis am ersten Novemberwochenende zur Ausstellung ein. In diesem Jahr steht dabei die eigene Geschichte im Mittelpunkt. Zum 35-jährigen Bestehen der Stadtteil-Dokumentation Hochstädten geht es vom 6. bis 8. November im Hochstädter Haus auf eine Zeitreise durch dreieinhalb Jahrzehnte – mit besonderen Exponaten, Erinnerungen und einem Blick darauf, wie sich die Arbeit des Arbeitskreises selbst verändert hat.
Was 1991 mit einer Wanderausstellung begann, ist längst zu einer festen Tradition geworden. Auch während der Corona-Jahre riss der Kontakt zu den Interessierten nicht ab: Als eine Ausstellung vor Ort nicht möglich war, wurde unter anderem ein Online-Vortrag zum Thema „Schätze im Berg“ angeboten. Die Jubiläumsausstellung erzählt nun die Geschichte dieser 35 Jahre – und damit auch ein Stück Hochstädter Ortsgeschichte.
Zu sehen sind Themen und Entwicklungen aus den vergangenen Jahrzehnten ebenso wie besondere Ausstellungsstücke. Dazu gehören der Nachguss der Glocke aus der Alten Schule, ein Schichtstufenmodell von Hochstädten und das Modell des historischen Fachwerkhauses der ehemaligen Bäckerei Delp.
Die Ausstellung blickt aber nicht nur auf Hochstädten, sondern auch auf den Arbeitskreis selbst. Denn auch die Art, wie Geschichte präsentiert wird, hat sich verändert. Früher wurden Fotos und Bildunterschriften noch von Hand auf die Schautafeln gepinnt. Heute entstehen die Präsentationen digital und werden als Druckplakate ausgegeben. Das erleichtert die Vorbereitung, macht die Materialien mehrfach verwendbar und ermöglicht einen flexiblen Austausch innerhalb der Arbeitskreise.
Die Jubiläumsausstellung macht diese Entwicklung sichtbar und zeigt, wie sich die Präsentation im Laufe der Jahre verändert hat. Damit wird die Ausstellung selbst zum Ausstellungsgegenstand: Der Arbeitskreis erzählt seine eigene Geschichte und zeigt, wie aus einer Idee im Jahr 1991 eine 35-jährige Tradition geworden ist.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Alte Schule. Das historische Gebäude wurde umfassend saniert und um einen Anbau für den Kindergarten erweitert. Von Beginn an beherbergt es auch die Archivräume der Stadtteil-Dokumentation. Die Ausstellung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit durch die verschiedenen Kapitel des Hauses – von Schule und Lehrerwohnung über Kindergarten und Bürgermeisterei bis zum Dorfgemeinschaftshaus und schließlich zum Archiv.
Passend dazu werden erneut die Kunstwerke von Ernst Schads Schülern gezeigt, die bereits bei der Ausstellung 2018 zu sehen waren. Damals präsentierte der Arbeitskreis die Werke erstmals nach seinem neuen Ausstellungskonzept. Der neue Ansatz sollte die Gestaltung der Ausstellungen nachhaltig verändern.
Für eine gemütliche Pause ist ebenfalls gesorgt: Das Dorfcafé Hochstädten bietet am Samstag und Sonntag Kaffee und Kuchen an und lädt zum Verweilen und Austausch ein.
Die Ausstellung wird am Freitag, 6. November, um 18 Uhr im Hochstädter Haus, Josef-Sartorius-Straße 1, eröffnet. Geöffnet ist sie am Samstag, 7. November, von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, 8. November, von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.





