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07.09.2027    
17:30 - 20:30
Der Kompaktworkshop richtet sich an Menschen, die sich bei uns (z. B. am Empfang, in der Küche, im Garten oder auch im Aufsichtsrat) engagieren möchten. Vermittelt [...]
25.09.2027    
09:00 - 15:00
Impulse zur Selbstreflexion und praktische Übungen laden dazu ein, ein Gespür für die verschiedenen Aspekt der Trauer zu entwickeln. Die eigene Erfahrung und die vermittelte [...]
02.10.2027    
09:30 - 13:00
Spätestens seit der Debatte um assistierten Suizid und Sterbehilfe sowie der daraus entstandenen Gesetzgebung ist das Thema Selbstbestimmung am Lebensende deutlich mehr in den Fokus [...]
02.10.2027    
14:00 - 18:00
Wenn ein nahestehender Mensch absehbar sterben wird, macht das oft hilflos. Uraltes Wissen zum Sterbegeleit ist nicht mehr geläufig, und uns fehlen Erfahrungen im Umgang [...]
Veranstaltungen am 07.09.2027
7 Sep. 27
Bensheim
Veranstaltungen am 25.09.2027
Veranstaltungen am 02.10.2027

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04.05.2026    
20:00 - 22:00

Wo

PARKTHEATER Bensheim
Georg-Stolle-Platz 5, Bensheim

Eigentlich hat keiner der Bewohner:innen von Andorra etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei nur einfach anders, weil er ja „Jud“ ist. Deswegen habe er ein gutes Händchen fürs Geld und Feigheit liege ihm im Blut. So sei das bei den Juden. Er sei auch, sagen andere, geil und ohne Gefühl. Und Andri beginnt es zu glauben. Er versteht, dass für ihn andere Regeln gelten und alles immer ein bisschen schwieriger ist. Schließlich ist er ja „Jud“. Aber Gefühle hat er doch. Er liebt nämlich Barblin, die Tochter des Lehrers und möchte sie heiraten. Doch der Lehrer verbietet es ihm. Nach all den Jahren der Lüge muss nun endlich die Wahrheit ans Licht: der Lehrer ist Andris leiblicher Vater, die beiden Liebenden sind demnach Halbgeschwister und Andri ist keineswegs Jude. Doch niemand scheint es hören zu wollen. In Andorra machen sich Angst und Unsicherheit breit. Über Nacht wird Andorra von den „Schwarzen“ angegriffen. Sie verkünden: Alle, die keine Juden sind, haben nichts zu befürchten. Andri, der ja keiner ist, will jetzt aber einer sein. Sein ganzes Leben lang hat er sich Zuschreibungen und Zurückweisungen anhören müssen und plötzlich ist er so, wie sie es immer gesagt haben. Eine Judenschau soll ans Licht bringen, wer einer ist. Und natürlich finden sie ihren Juden…

Max Frischs Parabel über Alltagsrassismus, Ausgrenzung und Antisemitismus zeigt eindrücklich, wie eine Gesellschaft sich in Angst verliert und die Ausgrenzung des vermeintlich Fremden immer mehr zunimmt. Ein zeitloses Stück, das uns vor Augen führt, wie menschenverachtende Mechanismen funktionieren, in denen aber alle Beteiligten der festen Überzeugung sind: „Ich bin nicht schuld, dass es so gekommen ist.“ Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt, sich diesem Klassiker wieder zuzuwenden.

Bild: ©Nadja Blank

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